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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Sonntag, 22.04.2018
MEDIADATEN

Charlotte Klinkenberg wirkt vor dem 3,6 Meter breiten Trumm von Maschine winzig.
Der 3,60 Meter breite John Deere Grapple-Skidder wird von einer Frau gefahren

Ein Kahlschlag irgendwo in den belgischen Ardennen, in der Nähe zur französischen Grenze. Hier ist schon von weitem das Röhren einer Forstmaschine zu hören, die nach der nächsten Wegebiegung auch in voller Pracht zu sehen ist. Im Grapple der Forstmaschine hängt eine Ladung mit dicken Dingern, also mit starkem Langholz. Nach dem Poltern der Ladung stoppt die Maschine und aus der Fahrerkabine klettert eine junge Frau mit roten Haaren heraus.

 

Charlotte Klinkenberg (25) fährt seit einem halben Jahr Skidder im Betrieb ihres Vaters, des Forstunternehmers Anton, des 22. Klinkenberg. Anton ist ein „gelernter Holländer“, lebt aber seit 1995 in Belgien und betreibt dort sein Forstunternehmen. In der Ausgabe Februar 2014 berichteten wir schon über das Unternehmen Klinkenberg, das in Belgien, und zwar genau in der Wallonie, einen beziehungsweise zwei Schubentaster einsetzt. Diese Schubentaster sind vermutlich die einzigen, die in Europa noch im harten forstlichen Einsatz stehen. Aus Kanada sind diese Maschinen bestens bekannt; hier in Deutschland kann man Schubentaster nur noch in den DMax-Sendungen über kanadische Holzfäller sehen.

Heute geht es um dicke Dinger, die vom Schubentaster mundgerecht hingelegt wurden. Gerückt werden die dicken Dinger, die drei bis vier Festmeter Inhalt haben, bei einer Nutzlänge von 17 bis 20 Meter, von einer überaus großen und starken Maschine, die aber von zarter Hand gesteuert wird. Eigentlich ist dieses Holz länger, aber die Spitzen brechen beim manuellen Einschlagen oft ab, da das Holz schon sehr alt ist. So 100 bis 110 Jahre sind diese Fichten alt. Anton Klinkenberg sagt, daß er sehr viele Erdstämme abschneiden muß, da sie zu allem Überfluß auch noch rotfaul sind. Bis 20 Prozent des gesamten eingeschlagenen Holzes muß hier gesundgeschnitten werden, dabei fallen 1,5 bis zwei Meter lange Erdstämme an. Wäre der Besitzer vor zehn Jahren mit der Ernte angefangen, hätte Klinkenberg die Probleme mit der Rotfäule nicht gehabt, wie er uns sagt.

Der Skidder ist mit seiner Breite von 3,6 Metern schon mal ein interessanter Anblick. Aber auch hier ist noch eine Steigerung möglich: auf dem Fahrersitz hockt kein vierschrötiger kanadischer Vollbartträger, sondern eine zarte rothaarige Frau. Mit 25 Jahren ist Charlotte Klinkenberg zwar erst am Anfang ihrer Fahrerkarriere, scheucht den Johnny aber schon mit einem energischen Gasfuß durch die belgische Pampa. Oder  liegt etwa ein Ziegelstein auf dem Gaspedal? Die Fahrerin ist die jüngste Tochter des Forstunternehmers Anton Klinkenberg. Ihr Bruder Anton der 23. legt ihr die Stämme portionsgerecht mit dem Schubentaster hin, so daß sie pro Grapple-Griff eine komplette Ladung vorfindet. Auf diese Art läßt sich das Langholz auf dem großen Kahlschlag natürlich effektiv rücken. Hinfahren, anfassen, mitnehmen, zurück zum Polter und hinlegen. Erst Anfang 2015 begann Charlotte ihre Ausbildung zur Maschinenfahrerin im deutschen Arnsberg an der dortigen Waldarbeitsschule. Von März bis Mai wurde sie auf einem Forwarder geschult. Die Erfahrung mit dem Skidder sammelte sie danach im Betrieb ihres Vaters. Freude an dieser Arbeit hat sie, und das auch noch mit sehr viel Begeisterung. Ihr Bruder machte sie übrigens nur einen Tag lang mit dieser Maschine vertraut; danach begann die harte Wirklichkeit. Allerdings räumt ihr Vater ein, daß sie eine gewisse Maschinenbegabung mit in die Wiege gelegt bekommen hat. Bei dem Vater ist das kein Wunder ... Anton Klinkenberg ist als Forstunternehmer in seiner langen Karriere überall dort in Europa gewesen, wo große Mengen Holz in kürzester Frist geerntet werden mußten. Sei es im Windwurf in Deutschland, in Schweden oder jetzt auf den Kahlschlägen in Belgien. Die Maschine, die Charlotte fährt, fällt auch etwas aus dem Rahmen. Anton Klinkenberg importierte diesen John Deere Skidder 648 direkt aus den USA. Er kaufte ihn bei Dewayne Oakley aus Florence in Alabama, einem weit über die Grenzen seines Heimatstaates hinaus bekannten Maschinenhändlers und Transportunternehmers. [...]

Dieter Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI Dezember 2015 erschienen.



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