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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Freitag, 24.11.2017
MEDIADATEN

Eine Maschine mit Ecken und Kanten, der TAF 2012 Zangenschlepper.Der TAF kommt sehr hemdsärmelig daher – das muß bei harter Waldarbeit kein Nachteil sein

Seit Frühjahr 2016 ist der belgische Forstunternehmer und gelernte Baumaschinenmechaniker René Lehnen Importeur des TAF-Skidders, der vom Unternehmen Irum S.A. in Rumänien gebaut wird. Von diversen Messen und Ausstellungen ist diese Maschine schon halbwegs bekannt; René Lehnen besitzt den ersten Zangenschlepper aus der 2012er Serie und setzt ihn in seinem Forstbetrieb in Belgien ein.

 

In der Nähe der deutschen Grenze läuft im belgischen Wald eine Maschine, die zwar neu ist, aber anhand ihres Aussehens nostalgische Gefühle beim Betrachter weckt. Das Ding sieht doch aus wie ... ? Oder erinnert es doch eher an ...? Egal, hier ist ein neuer Skidder zu sehen, der alles das, was einen Skidder auszeichnet, hat. Allerdings scheint die Zeit stehengeblieben zu sein ... Die kantige Form ist zwar nicht besonders zeitgemäß, denn der Zeitgeist liebt abgerundete und geglättete Maschinenformen. Warum das so ist, weiß kaum einer. Der TAF 2012 Zangenschlepper macht jedenfalls einen sehr soliden Eindruck. Kein Wunder, denn die Technik unter dem feuerrot lackierten Blechkleid ist von renommierten Firmen „aus dem Westen“. Motor, Getriebe und Achsen tragen bekannte Namen, ebenfalls die Hydraulikkomponenten, die an und in dem Teil verbaut sind. Und wie es scheint, ist auch der Besitzer der Maschine mit dem rumänischen Skidder sehr zufrieden, ebenso wie sein Fahrer, der hier mit dem Grapple schwaches Langholz rückt. Ein neuer Mittelklasse-Skidder will seinen Weg in Westeuropa machen – und zwar über den zentralen Dreh- und Angelpunkt Belgien. Da sitzt man nämlich mittendrin, im Skiddergebiet.


René Lehnen (53) aus Amel-Eibertingen bei St. Vith in Belgien ist seit 32 Jahren Forstunternehmer. Der Maschinenbestand im Unternehmen Lehnen ist auf den Einschlag und das Rücken von Langholz ausgelegt; mit den Harvestern kann zwar auch Kurzholz eingeschlagen werden, das kommt aber bei René Lehnen äußerst selten vor. Gerückt werden muß das dann von befreundeten Firmen, denn der belgische Forstunternehmer kann „nur“ Langholz rücken. Dazu besitzt er zwei John Deere Skidder, einmal den 548 D und dann den 548 GII. Für enge Durchforstungen setzt Lehnen zwei Schmalspurschlepper ein, wobei Schmalspurschlepper ehemaliger landwirtschaftlicher Schlepper bedeutet. Hier hat er an einen Case JX95 und einen Fiat 8286 jeweils eine Winde und eine Zange angebaut. Eingeschlagen wird das Holz mit einem Neuson 132 HVT vom Baujahr 2005 und einem Rottne H 8 mit Baujahr 2013.


Neu im Betrieb Lehnen ist ein im Westen noch relativ unbekannter Skidder, der TAF 2012 Zangenschlepper vom Unternehmen Irum S.A. aus dem rumänischen Reghin. Bei Irum werden 200 Skidder pro Jahr gebaut. Lehnens’ TAF ist der erste Zangenschlepper der Serie. Die Zange wurde allerdings in Belgien gebaut, und zwar nach Plänen vom Forstunternehmer Lehnen. Die Zweigelenk-Konstruktion, die den Ausleger trägt, wurde in Rumänien gefertigt, also Heben und Auslegen beziehungsweise Heranziehen. Die Zweifinger-Zange und das Aufhängegelenk sind in Belgien von einer Maschinenbaufirma gefertigt worden. Die Zange öffnet 1,96 Meter, das bedeutet im Endeffekt 0,8 Quadratmeter Greiferfläche beziehungsweise Inhalt. Der Grapple soll zirka zehn Tonnen heben können; bei dem hier anfallenden schwachen Langholz auf dem tückischen Moorboden reicht das völlig. Die Steuerung des Hubgerüstes und der Zange sowie des Frontpolterschildes geschieht über einen Joystick. Der Sitz mit dem an der rechten Seite angeflanschten Joystick läßt sich zwar komplett drehen, dann hat man aber hinten in der Kabine keine Beinfreiheit mehr. Mit einer Person auf dem Sitz sind maximal 45 Grad zu jeder Seite möglich. Gelenkt wird die Maschine über das Lenkrad. Eine Klimaanlage existiert nicht, es gibt nur eine Heizung. Lehnen will bei seiner Maschine durch eine zugekaufte Anlage Abhilfe schaffen. Platz zum Montieren ist reichlich, wie er sagt. Der Sitz in dieser Maschine ist luftgefedert und mit eigenem Kompressor versehen; die Maschine zeichnet sich durch zwei Türen aus. Obwohl der Skidder in Rumänien gebaut wird, besteht er aus lauter „westlichen“ Komponenten. Die Achsen sind von NAF, der Motor, ein 4,4 Liter großer Perkins vom Typ 1204E-E44TA mit einer Leistung von 110 PS bei 2.200 Umdrehungen in der Minute, bietet ein Drehmoment von 450 Newtonmeter. [...]

Dieter Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI Oktober 2016 erschienen.

 



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