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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Mittwoch, 24.01.2018
MEDIADATEN

Die Kurzholzzüge basieren beide auf einem DAF XF 105 6x2, unterscheiden sich aber sonst deutlich: Rot contra grün, Kranfahrzeug versus kranloses, Handschalter gegen Automatik, 460 oder 510 PS ...Lehne Holztransporte setzt auf DAF

Im Fernverkehr werden sie häufig eingesetzt, doch im Wald trifft man sie äußerst selten: Lkw von DAF. Die Firma Lehne Holztransporte gehört zu den DAF-Fahrern, sie besitzt unter anderem zwei Kurzholzzüge auf Basis des Modells XF. Als beide Autos gemeinsam im östlichen Niedersachsen Holz luden, nutzten wir die Gelegenheit, ihnen ein wenig über die Schemel zu schauen.

 

Patrick Lachmann und Marcel Grundke sind Kollegen bei Lehne Holztransporte, außerdem fahren sie beide DAF. Wer jetzt zwei weitgehend identische Fahrzeuge erwartet, sieht sich getäuscht: Zwar sind Baureihe, Hubraum und Achsformel gleich, doch beim Rest gibt es einige Unterschiede. Selbst der Laie wird die beiden nicht verwechseln, denn die Farbgebung könnte kaum unterschiedlicher sein: Während Lachmanns DAF XF dank dunkelgrüner Lackierung eher dezent daherkommt, konkurriert Grundkes leuchtendrotes Auto in puncto Auffälligkeit fast mit Feuerwehrfahrzeugen. Auf eine einheitlich Firmenfarbe konnten sich die Verantwortlichen bei der Firma Lehne noch nicht einigen, zwei grüne stehen drei roten Holztransportern entgegen, dazu gibt’s ein blaues Mietfahrzeug und einen nagelneuen Sattelzug in weiß. Warum das so ist, wollen wir von Dirk Koch wissen. Der 51jährige Ehemann der Firmeninhaberin Doris Lehne ist Disponent und Betriebsleiter, er sagt nur lapidar: „Da legen wir einfach keinen Wert drauf!“
Der größte Unterschied zwischen den beiden XF besteht nicht in der Farbe, sondern beim Kran – Grundkes Fahrzeug hat nämlich schlicht keinen. Deshalb sind die beiden Kollegen häufig gemeinsam unterwegs, und Patrick Lachmann belädt mit seinem Kran beide Fahrzeuge. Wie beim Lkw ist auch der Hersteller des Krans ungewöhnlich – jedenfalls im Norden Deutschlands, denn Penz-Krane sieht man doch eher in Süddeutschland und dem Herstellerland Österreich. Lachmanns Lkw ist mit einem Penz 10 Zp+ bestückt.
Dieser Z-Kran ist mechanisch mit dem Neun-Metertonnen-Kran 9 Z identisch, hat aber mit dem „Power“-Schalter einen entscheidenden Vorteil: „Drücke ich den, stehen mir zehn Prozent mehr Hubkraft zur Verfügung“, erklärt Patrick Lachmann. Damit das nicht zu Lasten der Haltbarkeit gehe, werde dabei die Geschwindigkeit gedrosselt. Den 9 Z/10 Zp+ gibt es mit einzelnem Teleskopausschub und 7,76 beziehungsweise 8,50 Meter Reichweite oder mit Doppelteleskop, dann beträgt die Reichweite 9,37 Meter. Lachmann darf sich über die längste Version freuen: „Die Reichweite kann ich in einigen Situationen gut gebrauchen – zum Beispiel kann ich unseren Zehn-Meter-Auflieger in einem Rutsch beladen.“ Die Hubkraft leidet nur unwesentlich unter der Länge: Bei einer Auslage von sechs Metern hebt der Doppelteleskop-Kran laut Penz genau 1.500 Kilogramm und somit nur 65 Kilogramm weniger als der kürzeste 10 Zp+. Im Vergleich mit dem Modell 9 Z zeigt sich der Nutzen des Power-Schalters, bei sechs Metern Auslage fehlen dem Doppelteleskop-9-Z fast 200 Kilogramm Hubleistung auf den gleichlangen 10 Zp+. Den langen Kran wünschte sich Patrick Lachmann, weil er jahrelang mit 7,60 Meter Reichweite auskommen mußte – was ihm eindeutig zu wenig war. Beim Kran gab es keinen Grund für einen Fabrikatwechsel, Patrick ist zufrieden mit dem zweiten Penz: „Der ist schnell und zickt nicht ‘rum.“

Mehr Nutzlast ohne Kran und Allrad

Kurzholzzüge ohne Kran verlieren etwas Zeit beim Laden, punkten aber mit einer knapp drei Tonnen höheren Zuladung – das macht sich besonders auf Langstrecken bezahlt. Lange Touren sind bei der Firma Lehne keine Seltenheit, das Unternehmen aus Hann. Münden ist vom östlichen Niedersachsen bis in die Region Fulda unterwegs. Ebenfalls aus Gewichts-, aber auch aus Verbrauchsgründen müssen die Lehne-Fahrer mit nur einer angetriebenen Achse auskommen, alle Lkw besitzen die Achsformel 6x2. Das ist für Holztransport-Lkw eher ungewöhnlich, meist trifft man doch auf 6x4-Fahrzeuge, immer öfter setzen Frächter zudem auf einen hydraulischen Vorderradantrieb. [...]

Jan Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI April 2015 erschienen.

 



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