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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Freitag, 24.11.2017
MEDIADATEN

Einen Unterfahrschutz findet Dirk Koch praktisch, weil man schnell zur Ladung hochklettern kann, beispielsweise um Rinde und Co. herunterzufischen.Lehne Holztransporte besitzt Deutschlands einzigen Renault T als Kurzholzzug

Lädt ein Renault im Wald Holz – was bei den meisten Holzkutschern als Witz durchgehen könnte, ist bei der Firma Lehne Holztransporte Realität: Seit November verstärkt ein Renault T 520 den Fuhrpark der Hann. Mündener.


Dirk Koch wird sich an die erstaunten Blicke anderer Holzfahrer gewöhnen; zu stören scheinen sie ihn nicht, dem 53jährigen macht es offensichtlich Spaß, die anderen Transporteure ein wenig zum Nachdenken zu bringen: Muß es wirklich immer ein Mercedes sein, oder läßt sich Holz möglicherweise auch mit Lkw anderer Marken bewegen? Koch bricht gerne mit Konventionen, in der Ausgabe April 2015 berichtete FORSTMASCHINEN-PROFI über die DAF-Holztransporter der Firma Lehne, die seiner Frau gehört. Das Experiment ist geglückt, beide Lkw tun bislang klaglos ihren Dienst – dann kann man ja mal ganz was Neues probieren ...
Mitte März lädt uns Dirk Koch ein, ihn beim Laden in der Westharzer Gemeinde Bad Grund zu besuchen. An der Waldstraße liegt ein Polter mit fünf Meter langer Fichte, die im Sauerland bei der Firma Egger erwartet wird. Der Weg präsentiert sich in einem guten Zustand – zum Glück, der Renault hat schließlich kein Allrad! Koch winkt ab: „Ich fahre seit 27 Jahren Holz und bin bislang an jeden Abfuhrort gekommen – auch ohne Allrad.“ Alle sieben Lkw der Firma Lehne verfügen lediglich über Zweiradantrieb. Für eine bessere Traktion sorgen die liftbare Nachlauflenkachse und ein griffiges Reifenprofil: Die auf der Antriebsachse montierten Michelin „X Works XDY“ bieten einen ordentlichen Grip auf Waldwegen, sollen aber trotzdem auch auf der Straße gut funktionieren. „Wenn’s mal richtig schweres Gelände gibt – das kommt vielleicht zwei bis dreimal im Jahr vor –, haben wir unsere Ketten“, berichtet Dirk Koch. Zieht er die „RUDprofi Profil-Greifsteg“ auf, meistert der Renault auch schwierige Passagen.

Franzosenstahl mit Schwedenherz ...

Als Androide „T-800“ entwickelt Arnold Schwarzenegger in der „Terminator“-Filmreihe übermenschliche Kräfte; Renaults T 520 leistet immerhin 520 PS und stemmt 2.550 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Der 12,8 Liter große Reihensechszylinder besitzt Volvo-Gene – wie der ganze Lkw, denn der T-Truck ist technisch ein Verwandter des Volvo FH. Das ist nur konsequent, denn seit 2001 gehört Renault Trucks zur Volvo-Gruppe. Um die Verwirrung komplett zu machen: Volvo Pkw haben mit den namensgleichen Nutzfahrzeugen nichts mehr zu tun, die Autosparte ist seit 2010 in chinesischem Besitz.
Während es den Volvo FH auch mit 16 Litern Hubraum und bis zu 750 PS gibt, markiert der 520 PS starke T 520 das Spitzenmodell von Renaults Fernfahrerbaureihe T. Der Motor ist zudem in Versionen mit 480 beziehungsweise 440 PS erhältlich, darunter rangiert ein 10,8-Liter-Reihensechser mit 380, 430 oder 460 PS. Serienmäßig kombiniert Renault alle Motorisierungen mit dem automatisierten Getriebe „Optidriver“, Fahrer der alten Schule bekommen aber auch ein klassisches Schaltgetriebe, das ebenfalls zwölf Vorwärtsgänge bereithält.
Beim größten Führerhaus namens High Sleeper Cab, das Dirk Koch wählte, läßt sich mit etwas Phantasie erahnen, daß man es hier mit dem Nachfolger des legendären Renault Magnum zu tun hat. Natürlich ist die „Backsteinoptik“ modernem, stromlinienförmigem Design gewichen, laut Renault wurde der Luftwiderstand um zwölf Prozent verringert.

... zum Schottenpreis!

Ein wichtiges Argument für den Renault T-Truck ist sein Preis, er ist deutlich günstiger als die meisten Mitbewerber. In ihrer Januar-Ausgabe verglich beispielsweise die Zeitschrift „Trucker“ einen Renault T 480 mit dessen Konzernbruder Volvo FH 460, wobei der Franzose mit rund 18.000 Euro Preisvorteil punkten konnte.
Der Preis sei dem Renault nicht anzumerken, freut sich Dirk Koch: „Der ist super verarbeitet, außerdem gefällt mir die Menüführung.“ Zudem lobt er die zahlreichen Ablagemöglichkeiten und den „pottebenen“ Kabinenboden: Im High Sleeper Cab gibt es keinen Motortunnel. An Kochs T 520 sind nicht nur die Räder, sondern auch das Führerhaus luftgefedert. Dieses Extra ist Bestandteil des Ausstattungspakets „Comfort Drive“. [...]

Jan Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI April 2017 erschienen.



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