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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Mittwoch, 21.11.2018
MEDIADATEN

Fällen eines starken Rückhängers: Der Forstwirt Manuel Rasch schneidet die Tasche für einen 30-Tonnen-Heber.Die Brüder Rasch aus Rosenfeld-Täbingen haben sich auf den Starkholzeinschlag spezialisiert

Starkholzeinschlag an einem Hang in einem Fichten-Weißtannenbestand. Hier stehen starke Stämme bis zu einem Inhalt von zirka zehn Festmetern. Man hört das Geräusch einer Motorsäge. Nach dem Verstummen der Motorsäge ist aber nicht das typische Geräusch von Treibhammer und Fällkeil zu hören, sondern das Pumpen eines Wagenhebers beziehungsweise das Ratschen eines Schlagschraubers.

Hier wird Starkholz im Hang eingeschlagen und je nach Beschaffenheit des Baumes wird entweder ein 30-Tonnen-Wagenheber zur Fällunterstützung eingesetzt oder ein Fällkeil, der mit einem Schlagschrauber eingetrieben wird. Der Forstwirt in diesem Arbeitsbild geht sehr sicher und selbstbewusst an die nicht ganz ungefährliche Aufgabe des Starkholzeinschlages heran. Er zeigt uns eine Arbeitsausführung, die wie aus dem Lehrbuch aussieht. Der Mann beherrscht sein Handwerk aus dem eff eff. Kein Wunder, denn es handelt sich hier um Manuel Rasch (20), der als Jahrgangsbester seine Ausbildung zum Forstwirt abschloss. Er musste sich seine sehr guten Leistungen mit einem Notendurchschnitt von 1,3 allerdings mit einem Kollegen teilen. Beide sind Baden-Württembergs Jahrgangsbeste der dreijährigen Ausbildung am Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof. Nach der Lehre begann Manuel Rasch als Forstwirt bei seinem Bruder Thomas (33) bei der Waldpflege Rasch GmbH aus Rosenfeld-Täbingen, das zwischen Rottweil und Balingen liegt, zu arbeiten. Zur Zeit ist er im Stadtwald von Schönberg im Starkholzeinschlag tätig. Hier stehen auf rund 400 Hektar beste Fichten und Weißtannen, die zum Teil bis zehn Festmeter stark sind. Das Fällen dieser Kaventsmänner ist eine Aufgabe für Profis, man sollte schon eine gute Ausbildung absolviert haben, um hierbei bestehen zu können. Dann ist der frischgebackene Landesbeste Manuel Rasch der richtige Mann für diese Aufgabe. Die Ausrüstung in der Firma Rasch Waldpflege GmbH kann sich dementsprechend sehen lassen. Motorsägen von Stihl und Rückeschlepper von Noe sind vorhanden, als Ergänzung gibt es noch den bekannten Apos-Entaster, der aber heute Silvatrade heißt und noch immer als Neumaschine verkauft wird. Mit diesem Silvatrade-Entaster hat Rasch beste Erfahrungen gemacht und darum noch ein weiteres Gerät bestellt, damit an jedem Rückeschlepper, der auch mit einem Kran ausgerüstet ist, eine Entastungseinheit vorhanden ist. Einen Bericht über das effektive Entasten von Langholz mit dem Silvatrade-Entaster bringen wir in der nächsten Ausgabe. Im Januar kommt übrigens ein neuer Noe-Schlepper und ersetzt den Sechsrad 160-6R. Der neue Noe soll mehr Leistung haben, darum bestellte Thomas Rasch den 210-6R mit 220 PS in der sogenannten französischen Ausführung, also große Räder (800er), eine größere Klemmbank mit 2,5 Quadratmeter Inhalt und mit Seilspannung. Als Höhepunkt soll die Maschine den stärksten im Markt erhältlichen Kombinationskran erhalten, den Mesera 142. Warum eine neue Maschine? Nun, das Holz wird stärker, die Sechsrad-Maschine, die vor zwei Jahren angeschafft wurde, stößt fast jeden Tag an ihre Leistungsgrenzen. Das ist gerade in diesem Bestand bei den starken Weißtannen zu sehen. Thomas Rasch will das der Maschine auf Dauer nicht zumuten. Da er sich auf den Einschlag von Starkholz spezialisiert hat, muss er in der Zukunft mit noch stärkeren Bäumen rechnen.

Der Mann und seine Ausrüstung

Manuel ist im Betrieb seines Bruders für die manuelle Starkholzfällung zuständig und als Ersatzfahrer für die Noe Schlepper-eingeplant. Er berichtet uns, dass er die Motorsäge Stihl 462 mit sechs PS Leistung und sechs Kilogramm Trockengewicht bevorzugt, da stimmt das Größenverhältnis und das Leistungsgewicht. Mit der größeren 661 wäre das Leistungsgewicht auch nicht annähernd so gut. An der 462er Stihl sitzt übrigens „nur“ ein 45er Schwert. Warum ein solches „kurzes“ Schwert? Manuel klärt uns auf: „Nun, da mit der Säge auch entastet werden muss, passt das so ganz gut.“ Für einen Fälldurchmesser von bis zu 130 Zentimetern reicht das Schwert alle Male. Bei extrem dicken Stämmen wird entweder das 50er Schwert aufgezogen, oder die 660er Stihl mit dem 63er Schwert eingesetzt. Die Ausrüstung von Manuel Rasch und seinen zwei Fällkollegen ist sehr gut durchorganisiert. Alleine der Werkzeuggurt ist einen Blick wert. [...]

Dieter Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI November 2018 erschienen.



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