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DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Mittwoch, 28.10.2020
MEDIADATEN

Bis auf das Fahr- und Schwenkwerk ist an diesem ehemaligen Doosan-Bagger nichts mehr original.Robust und ohne elektronische Spielereien / Leistungsstark und dabei sehr servicefreundlich

Wenn Anton Klinkenberg an seinem Baggerharvester ein Problem hat, löst er es selbst, denn er kennt die Maschine wie kaum ein Zweiter: Er hat sie selbst gebaut! Alles ohne elektronischen Schnickschnack. Aber aus solidem Stahl und mit Offshore-Hydraulik.

 

Dieser Baggerharvester lässt sich so fahren wie ein alter englischer Roadster: Mit Schenkeldruck reiten und mit Klick und Klack bedienen. Mehr braucht es nicht, wie die Schweizer sagen. Aber der Erbauer dieser Maschine ist Holländer und in der Forstbranche bekannt wie ein bunter Hund. Anton Klinkenberg und sein Sohn Anton haben ihren Firmensitz in Belgien und arbeiten dort auch zum großen Teil. In der letzten Ausgabe berichteten wir über den Feller-Buncher, den sie zur Käferholzaufarbeitung einsetzen. Nach der Ablage der Ganzbäume durch den Feller-Buncher wird entweder mit dem Zangenschlepper bis zum Aufarbeitungsplatz gerückt, oder aber der Harvester betritt die Bühne, um je nach Marktlage kurzen Prozess zu machen, oder aber das Holz lang auszuhalten und so ins Werk zu transportieren. Bei manchen Käferholzbeständen oder Windwurfflächen, die nahe des Waldweges liegen, kann Klinkenberg die Aufarbeitung des Langholzes so steuern, dass er die entasteten Stämme direkt zum Weg hin ablegt, damit diese später vom Lkw aufgenommen werden können. Das spart den Rückevorgang. Dieser Baggerharves­ter, den Klinkenberg seit einiger Zeit einsetzt, ist einmalig auf der Welt, denn Klinkenberg hat ihn selbst aufgebaut. Nur das Fahrgestell, also das Laufwerk, und der Drehkranz sind vom Original-Doosan-Bagger. Der Rest wurde nach den Plä­nen von Klinkenberg hergestellt und angebaut, inklusive des Rahmens und der Bleche der Hau­ben und Verkleidungen. Auch die Kabine wurde neu aufgebaut. Jetzt gibt es an dieser Maschine sehr gute Zugänge und leicht zu wartende Kom­ponenten. Keine aufwendige Elektronik wurde hier verwendet, sondern es ist alles sehr sehr einfach gehalten. Beim Hantieren mit schwerem Stammholz ist die Maschine nun mal Belastun­gen ausgesetzt, die sich irgendwann negativ auf die kompletten Komponenten auswirken. Also wählte Klinkenberg die Masse, investierte lieber in stärkeren Stahl als in ein vielleicht später be­nötigtes E-Schweißgerät ...

Als Aufarbeitungseinheit ist an diesem Bagger ein Keto S00HD Aggregat montiert, das mit vier Messern nicht nur eine saubere Astung ga­rantiert. Das Vier-Messer-Aggregat von Keto ist eher selten anzutreffen; die meisten Unterneh­mer wählen das Aggregat mit drei Messern. Klinkenbergs bevorzugen vier Messer, weil dann der Stamm besser und sicherer gehalten wird, gera­de beim Einsatz in der Langholzaufarbeitung. Beim Rückwärtslauf sind ihnen früher die Stäm­me öfter aus dem Aggregat herausgerutscht, das passiert mit den vier Messern im Aggregat jetzt nicht mehr.

Bewährte Komponenten eingebaut

Angetrieben wird der Bagger von einem Motor Typ Volvo Penta mit 280 PS. Interessant bei die­ser Maschine sind die vier Pumpen, die an einem sogenannten Pumpenschrank angeflanscht sind. Für den Harvesterkopf ist eine Pumpe mit 235 Kubikzentimetern Volumen installiert. 500 bis 700 Liter in der Minute kann die Pumpe um­wälzen, die Motordrehzahl liegt dann bei 1.600 Umdrehungen in der Minute, und der Öldruck bei 220 Bar. Für den Fahrantrieb und den Kran hat Klinkenberg eine Kawasaki-Doppelpumpe eingebaut. Die Pumpe hat 180 Kubikzentimeter und wird mit einem Druck von 340 Bar gefahren. Für den Kühlerlüfter ist eine Danfoss-Pumpe mit 37 Kubikzentimeter Volumen verbaut. Damit das Öl nicht zu heiß wird, sind 500 Liter im Tank; ein leistungsstarker Ölkühler drückt die Temperatu­ren auch noch zusätzlich herunter. Der Diesel­vorrat beträgt 500 Liter. [...]

Dieter Biernath

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI Juli 2020 erschienen.



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