- Anzeige -
- Anzeige -
FORSTFACHVERLAG GMBH & CO. KG · MOORHOFWEG 11 · 27383 SCHEEßEL · info@forstfachverlag.de · www.forstfachverlag.de · ✆ +49 (0) 4263 / 9395-0
    Forstmaschinen-Profi Forstmagazin, Forstzeitung, Harvester, Skidder, Forwarder, Mulcher, mulchen, Rückewagen, Brennholz, Spalter, Hacker, Forst, Forsttechnik, Transport, Holz, Baumfällmaschine, Kettensägen, Fräse, Mobilsägen, Entrindung, Kup, Hackschnitzel, Holzernte, Energieholz, Holzpreise, John Deere, Rückezug, Durchforstungsaggregat, Spezialfahrzeuge, Holz machen, Wald, Forstprofi Forstmaschinen-Profi
DAS FACHMAGAZIN FÜR FORSTTECHNIK UND HOLZTRANSPORT Donnerstag, 05.12.2019
MEDIADATEN

2013_03_skidder_grDer Forstunternehmer Bernd Meyer arbeitet mit dem ersten John-Deere-Skidder von Kotschenreuther

Im Forstbetrieb Meyer ist vieles anders: Die Firma beschäftigt einen eigenen Förster, setzt ungewöhnliches Equipment wie Seilkran und Militär-Lkw ein und bietet ihre Dienstleistungen fast ausschließlich im Paket aus Auszeichnen, Einschlag und Rücken an. Firmeninhaber Bernd Meyer blieb seiner unkonventionellen Linie treu und bestellte sich im letzten Jahr einen neuen Skidder – natürlich keinen Welte, HSM oder Ritter, wie es wohl die meisten deutschen Unternehmer gemacht hätten; Meyers Wahl fiel auf einen John Deere, den er dazu noch bei Kotschenreuther aufbauen ließ – einer Firma, die bisher nicht unbedingt als Knickschlepper-Experte in Erscheinung getreten ist.

2013_01_timberjack_grDer Holzrückebetrieb Josef Fischer besitzt große Kompetenz im Langholzbereich

Das gewaltige Dröhnen des Timberjack-Motors weist uns den Weg durch die hohe Naturverjüngung. Dann steht er plötzlich vor uns, der Rückezug 1710. Der Fahrer schaufelt sich gerade ein paar Greifer voller Fichtenlangholz in die gewaltige Klemmbank. Damit die Naturverjüngung geschont wird, hat der Forstunternehmer einen Stammabweiser mit Hilfe des Harvesterkrans in den Boden gerammt. Mit diesem Abweiser aus einer Stammspitze lassen sich die langen Stämme gut um die Ecke zirkeln. Damit der Druck auf den Abweiser nicht zu groß wird, hat der Fahrer die Klemmbank nicht ganz vollgeladen, so daß leider keine spektakulären Fotos möglich sind. Aber das macht gar nichts, auch dieses Arbeitsbild ist interessant genug. Hier liegt Holz in rauhen Mengen auf einer Gasse in der Naturverjüngung und wartet darauf, vom Klemmbankschlepper an den Weg gerückt zu werden. Es muß nicht allzulange warten ...

2012_08_belgien_grDas Forstunternehmen Clohse setzt den Tigercat Sechsrad-Skidder 625 C ein

Wenn auf den bekannten Fernsehsendern Berichte über „Holzfäller“ erscheinen, stammen diese in der Regel aus Kanada. Dort scheint sich das Paradies für extreme Forsttechnik zu befinden. Immer wieder gerne gezeigt werden die Sechsrad-Skidder des kanadischen Herstellers Tigercat.Wer den Tigercat 625 C im Einsatz sehen will, muß aber nicht unbedingt die beschwerliche Reise nach Kanada antreten, denn in Belgien läuft auch ein 625 C, und zwar im Forstunternehmen Clohse aus Crombach/St. Vith. Vermutlich ist das der einzige 625 C in Mitteleuropa; in Skandinavien sollen einige Exemplare vorhanden sein; dort hängt man vorzugsweise schwere Bodenbearbeitungsgeräte an diese Maschinen. Langholz gerückt wird damit in Schweden und Finnland keinesfalls, da dort die Kurzholzmethode vorherrscht. Damit aber nun auch schwere Scheibenpflüge durch die skandinavische Wildnis gezogen werden können, hat man dem Tigercat 625 C ordentlich Leben eingehaucht: 220 Pferdestärken leistet der Cummins Sechszylinder-Turbomotor mit 6,7 Litern Hubraum.

2012_11_zweiarm_grFür die Straßenpflege nutzt Thomas Paaß einen Noe NF 160 – aufgebaut mit Baumsäge und Mulcher

Man kennt ihn als schnaufendes Arbeitstier im Wald, wo er Langholz im Stahlgriff der Klemmbank auf die Forststraße zerrt und dort mit einem kurzen aber kräftigen Rückekran zu Poltern ordnet: den Skidder. Doch das Ur-Fahrzeug unter den Forstmaschinen kann auch anders. Thomas Paaß hält mit einem NF 160 Äste auf Abstand sowie Gras und Sträucher kurz. Sein Skidder vom Hersteller Noe ist nämlich an der Front mit einer Baumsäge und am Heck mit einem Mulchkopf bestückt.

Ein Skidder von Cat, und zwar der 515. Obwohl es sich hier um den kleinen Cat handelt, ist es doch bei näherem Hinsehen ein Riesenteil.Harvester und Skidder arbeiten im Betrieb Partschefeld oftmals Hand in Hand

Zugegeben, zuerst sieht es aus wie ein Spiel unter maschinenfahrenden Männern, erst auf den zweiten Blick erkennt der Zuschauer, daß es hier um ein gemeinsames Ziel geht: Der Fahrer des Harvesters Timberjack 1270 D hebt einen sehr langen Douglasienstamm am Zopf an und unterstützt so den Cat Skidder 515 bei der Kurvenfahrt. Das schont nicht nur den wertvollen Douglasienstamm, sondern auch die hier überall sehr gut kommende Naturverjüngung. Das Forstunternehmen Partschefeld schlägt in diesem Privatwald starke Fichten und Douglasien ein; für den kleinen Kahlschlag konnte Unternehmer Jens Partschefeld aber leider keinen anschließenden Pflanzauftrag ergattern – die Naturverjüngung hat ihm diese Arbeit abgenommen. Darum heißt es im Arbeitsauftrag auch ganz deutlich, daß die Naturverjüngung in dieser Abteilung unbedingt zu schonen ist. Der Waldbesitzer hat sich für diese Aufgabe einen Fachmann gewählt, der vom forstlichen Können und von der Maschinenausstattung dafür sehr gut geeignet ist.

2012_10_belgien_grRené Schroeder spart durch den Einsatz der Sechsrad-Maschine einen Maschinenhin- und rücktransport

Die Spritkosten kennen nur noch eine Richtung: nach oben! Der Forstunternehmer René Schroeder sucht auch darum nach Möglichkeiten, die Kostenbelastung durch die immer höheren Kraftstoffpreise irgendwie auszugleichen. Um sich jetzt den Transport einer Maschine zur Arbeitsstelle zu sparen, schaffte er sich den Highlander des Kärntner Unternehmens Konrad an. Der Highlander wird als Universalmaschine zum Fällen (Aufarbeiten) und Rücken (Langholz in der Klemmbank) eingesetzt. Durch sein Fahrwerk ist der Highlander auch geeignet, in nassen Ecken und gerade am Hang wirtschaftlich zu arbeiten. Durch den Einsatz des Highlanders muß nur noch ein Maschinentransport zur Baustelle durchgeführt werden. Der Highlander arbeitet in Doppelfunktion als Harvester- und Rückemaschine.

Der Forstbetrieb Ginsbach setzt drei HSM 904Z ein

Während in den 1990er Jahren viele Forstunternehmer ihr Angebot von Lang- auf Kurzholz umstellten, blieb Klaus Ginsbach den Seilschleppern treu. Das war absolut die richtige Entscheidung, denn heute steht der Betrieb gesünder da als die allermeisten, die zu Harvester und Forwarder gewechselt waren. Momentan verfügt das Unternehmen über fünf Skidder, darunter gleich drei Zangenschlepper vom Typ HSM 904Z.

2012_04_hsm_904z_gr

Dieser Tigercat 630 D leistet 260 PS und kommt auf 900er Schlappen daher

2012_09_skidder_grAuf einen ausländischen Besucher wirkt die belgische Forstwirtschaft erst einmal wie das verlorengegangene Paradies. Kahlschläge bis zu einer Größe von fünf Hektar sind erlaubt, auf denen auch nicht unbedingt ein Gassenabstand von 20 Meter eingehalten werden muß. Das meiste Holz wird lang ausgehalten und dann mit Grapple-Skiddern gerückt. Aber natürlich gibt es auch in Belgien feste Regeln und Gebräuche, die von den Forstunternehmern eingehalten werden müssen, gerade in den Staatsforsten. Es ist also auch nicht alles Gold, was glänzt. In den Staatsforsten hat, wie in Deutschland auch, der Förster das alleinige Sagen; das nutzen manche auch weidlich aus, wie es heißt. Trotzdem wirkt die belgische Forstwirtschaft auf den interessierten Beobachter sympathischer als die deutsche. Alleine schon der Umstand, daß hier noch sehr viel Langholz mit Grapple-Skiddern und auch der Klemmbank gerückt wird. In diesen Rückemethoden ist immer noch ein hoher Spaßfaktor enthalten, der keinesfalls unterschätzt werden darf.



Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift FORSTMASCHINEN-PROFI lesen.
Kompetente Fachinformationen rund um Forsttechnik und Holztransport.

nach oben | Startseite

    © Forstfachverlag GmbH & Co. KG KONTAKT | AGB | DATENSCHUTZ | IMPRESSUM